So legst du deine Phasen an
Eine Phase braucht drei Angaben: von wann bis wann, wie viel im Monat, und welche Rendite du erwartest. Dazu kommt, wenn du magst, eine Sonderzahlung einmal im Jahr – Bonus, Weihnachtsgeld, Steuererstattung. Mehr ist es nicht, und du kannst so viele Phasen anlegen, wie dein Leben Abschnitte hat.
Die Rendite darfst du je Phase anders setzen. Wer mit 30 zu hundert Prozent in Aktien steckt und mit 65 zur Hälfte in Anleihen, rechnet sonst vierzig Jahre lang mit einer Zahl, die nur für die erste Hälfte stimmt. Voreingestellt sind 8 Prozent im Jahr – der langjährige Schnitt breiter Aktienmärkte, und eine Annahme, die du überschreiben solltest, wenn du sie für zu hoch hältst.
| ZEITRAUM | MONATLICH | RENDITE P. A. |
|---|---|---|
| 2026 – 2033 | 500 € | 8,0 % |
| 2034 – 2049 | 900 € | 7,0 % |
| 2050 – 2061 | 1.200 € | 5,0 % |
Warum die Rechnung vor Steuern läuft
Asterplan rechnet die Projektion brutto. Das ist keine Lücke, sondern eine Entscheidung: Kapitalertragsteuer fällt erst an, wenn du Anteile verkaufst, nicht während du sparst. Und was in dreißig Jahren gilt, weiß heute niemand – Sätze ändern sich, Freibeträge auch, die Teilfreistellung gibt es erst seit 2018.
Eine Zahl, die so tut, als wüsste sie das schon, ist nicht genauer – sie sieht nur so aus. Deshalb steht in der App neben der Projektion, was beim Verkauf wirklich anfällt: 25 Prozent Kapitalertragsteuer, dazu 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf, macht 26,375 Prozent. Bei Aktien-ETFs bleiben davon 30 Prozent der Erträge frei. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr (2.000 für Verheiratete) bleibt ganz steuerfrei.
Auf 100.000 Euro Gewinn aus einem Aktien-ETF sind das ohne Kirchensteuer rund 18,5 Prozent, also etwa 18.500 Euro. Als Faustzahl für deine eigene Planung: rechne 15 bis 20 Prozent vom Gewinn ab. Vor dem Verkauf fragst du besser einen Steuerberater – Asterplan liefert Hochrechnungen, keine Beratung.
Der Plan hört nicht am Renteneintritt auf
Entnahmephasen legst du genauso an wie Sparphasen, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Was liegen bleibt, wirft weiter Rendite ab – deshalb ist das Depot nicht nach zwanzig Jahren mal 2.000 Euro leer, sondern später. Asterplan rechnet bis zu deinem 100. Lebensjahr.
Für die Entnahmerate sind 4 Prozent im Jahr voreingestellt. Die Zahl stammt aus der Trinity-Studie von 1998 und beruht auf US-Marktdaten von 1926 bis 1995; danach reicht das Kapital statistisch mindestens dreißig Jahre. Neben dem Regler steht deshalb das Pleite-Risiko für diese dreißig Jahre. Es ist ein statistischer Wert, keine Zusage – in schwachen Jahrzehnten oder bei hoher Inflation fährst du mit 3 oder 3,5 Prozent besser.
Was das Geld dann noch wert ist
Jede Kurve zeichnet Asterplan zweimal: einmal in Euro von damals, einmal in heutigem Geld. Voreingestellt sind gut zwei Prozent Inflation im Jahr, nah am Ziel der Europäischen Zentralbank; ändern kannst du das jederzeit. Für vergangene Jahre rechnet die App nicht mit einer Annahme, sondern mit den tatsächlichen Werten des Harmonisierten Verbraucherpreisindex für Deutschland.
Keine Zahl ohne Herkunft
Beide Linien liegen in einem Diagramm übereinander, und wo du hinzeigst, steht der Stand zu genau diesem Monat. Darunter kannst du jedes Jahr aufklappen und Monat für Monat nachlesen: Einzahlung, Zinsen, Stand am Ende. Wer eine Hochrechnung glauben soll, muss sie nachrechnen können.
Ein Wort zur Ehrlichkeit der Kurve: Rendite und Inflation laufen als glatte Jahreswerte durch. Echte Märkte tun das nicht. Was du siehst, ist ein Mittelwert, kein Verlauf – 2008 und 2020 stehen da nicht drin.

